Mit Küchenbenutzung
(Aufführungen im März 2006)

Untermieter sein oder Untermieter haben ist ganz bestimmt nicht immer eine allzu rosige Angelegenheit. Was sich jedoch in der Wohnung des cholerischen Pferdeschlachters Piening abspielt, als ihm das Wohnungs- amt das Ehepaar Senkpiel "mit Küchenbenutzung" einquartiert, übersteigt zweifellos selbst die schlimmsten Befürchtungen. Der einzige Trost mag sein, dass sich Wohnungsinhaberin und Untermieterin in ihren Schikanen und Gegenschikanen wahrscheinlich ebenbürtig sind. Nur gut, dass die Männer dazwischentreten, wenn es allzu heiß hergeht und wenigstens für ein paar Minuten wieder einen Scheinfrieden herstellen. Dabei ist der Pferdeschlachter beileibe keine friedliche Natur, denn schlechter Geschäftsgang, Dauerkrieg mit dem Wohnungsamt und Straßenbahnverwaltung, sowie ständige Reiberei mit seiner besseren Hälfte, sind seinem ohnehin leicht erhitzbaren Gemüt ganz und gar nicht zuträglich.
Frau Pferdeschlachter schikaniert ihre Untermieterin nach allen Regeln der Kunst bis zu dem Tage, da diese erfährt, dass sie durch die Erbschaft ihres Mannes Besitzerin des Hauses geworden ist, in dem sich die Pferdeschlachterei befindet. Nunmehr dreht sich das Blatt, und Untermieterin Senkpiel zahlt ihrer Peinigerin alles doppelt und dreifach heim, was sie erdulden musste. Doch dann kommt alles ganz anders ...


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